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Israel                                                                                                                                                                                                                  Prädikat „Ausgewählter Ort 2011“  Projektmarke „365 Orte im Land der Ideen."       

 

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Projekt Buch

Die Bischöfliche Maria-Montessori-Gesamtschule ist zurzeit dabei eine Schulpartnerschaft zur Hebräischen Reali School (http://www.hareali-haivri.haifa.k12.il/newsite/template5.asp?typeid=1) in Haifa aufzubauen.

Vom 22. Oktober 2009 bis zum 1. November 2009 haben zehn Schüler aus der Jahrgangsstufe 13 und zwei Schüler aus der Jahrgangsstufe 11 zusammen mit ihren Lehrern Herrn Wolfgang Tyssen und Herrn Josef Breuers für zehn Tage am ersten Austauschprogramm mit der Partnerschule teilgenommen. Ziel ist es nun ein gemeinsames Buch über jüdische und christliche Festtage herauszugeben - und zwar auf deutsch, englisch und hebräisch. Am 25. Februar werden die israelischen Schüler unsere Schule besuchen.

Unvergessliche Tage im Heiligen Land

Elf unvergessliche Tage schwirren noch durch den Kopf: Israel, das Heilige Land – die christlichen Stätten, das Zusammentreffen so vieler Kulturen, die historische und die aktuelle politische Situation – und vor allem die Menschen: offen, freundlich, herzlich. Elf Tage waren wir unterwegs, in einem modernen Land und auf den Spuren Jesu – in den fruchtbaren Regionen entlang der Küste und in den Wüsten im Landesinnern. Israel, nur 400 km von Nord nach Süd und an der schmalsten Stelle nicht mehr als 15 km breit, als Staat nur 60 Jahre jung und doch die Wiege der großen Weltregionen Judentum, Christentum und Islam. Elf Schüler  aus den Stufen 11 und 13 mit ihren Lehrern Wolfgang Tyssen und Josef Breuers haben den Grundstein gelegt zu einer Schulpartnerschaft mit der Hebrew Reali School in Haifa.

Die Idee eines Schüleraustausches mit einer israelischen Schule wurde vor einem Jahr geboren, als Herr Tyssen in seinem Leistungskurs Religion das Land Israel und  das Judentum zum Kursthema machte. Mit der Hebrew Reali School fand man den idealen Partner – die renommierteste Privatschule Israels, 1913 von deutschen Einwanderern gegründet. Über E-mails nahmen die Schüler Kontakt miteinander auf – und die Lehrer entschieden, dass ein gemeinsames Projekt im Mittelpunkt der Begegnungen stehen soll: Gemeinsam wird an einem Buch gearbeitet, es soll ein Kinderbuch werden über jüdische und deutsche Feiertage und die Texte sollen in drei Sprachen - in Englisch, Deutsch und Hebräisch – gedruckt werden.

 Im Reisegepäck der Krefelder waren ihre Texte über die christlichen Feiertage, in Haifa hatten die SchülerInnen bereits die jüdischen Feiertage vorbereitet. Mit dem Austausch gab es nun die Chance, gemeinsam ein Stück weiter zu arbeiten, ehe das Internet wieder die Brücke ist für die gemeinsame Arbeit. Da wir erst spät in der Nacht auf dem Flughafen Ben Gurion landeten, verbrachten wir die Nacht in Tel Aviv.

23 Grad zeigte das Thermometer noch weit nach Mitternacht: Also direkt zum Strand – mitten in der Nacht und auch am nächsten Morgen vor dem Frühstück! Die alte Hafenstadt Jaffa und das moderne Tel Aviv wurden vor der Fahrt in den Norden des Landes noch erkundet. In Haifa warteten unsere Partner vor der Schule und bereiteten uns einen herzlichen Empfang. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Schulleiterin wurden wir zu den Familien ins Wochenende entlassen.

 Sechs Tage blieben wir in Haifa. Sechs spannende Tage mit vielen neuen Erfahrungen und neuen Freundschaften. Ausflüge führten zu den Ausgrabungen in Cäsarea, zur alten Kreuzfahrerstadt Akko, zur Verkündigungskirche in Nazareth und zum See  Genezareth mit Karphanaum und dem Berg der Seligpreisungen. In unserer Freizeit haben wir viel mit den Israelis oder unseren jeweiligen Gastfamilien unternommen,  waren am Strand (was bei bis zu 30°C eine willkommene Abwechslung war), haben das Leben in den Familien und auch das landestypische Essen kennen gelernt. Dazu wurde morgens in der Schule natürlich an unserem Projekt, dem Kinderbuch, gearbeitet.

Der Abschied von unseren Freunden in Haifa fiel uns schwer – aber es gibt ja ein Wiedersehen im nächsten Frühjahr in Krefeld. Und auf uns warteten weitere Höhepunkte eines faszinierenden Landes:  Wir waren in Massada und haben die Geschichte dieses Ortes erlebt, sind im Toten Meer geschwommen und haben, ganz so wie es Bilder immer zeigen, dabei Zeitung lesen können. Zum Schluss Jerusalem, die Heilige Stadt!  Nicht nur, dass man von unserem Hostel aus direkt in der Altstadt war, wir hatten von unserer Dachterasse auch einen tollen Ausblick auf Grabeskirche und Felsendom. Bewegend war der Besuch in der Holocaust Gedenkstätte „Yad Vashem“ und faszinierend der Tempelberg mit Klagemauer und Felsendom  -  und der Blick auf die Altstadt bei Sonnenuntergang vom Ölberg aus, den wir zuvor selbstverständlich hoch gewandert sind. Auch die Via Dolorosa, den Kreuzweg Jesu, sind wir gegangen, von der ersten Station an bis hin zur Grabeskirche, haben die Grotte und den Garten Gethesemane sowie das Grab Marias besucht. In der Freizeit ging es in die Neustadt oder in den Basar um zu handeln, handeln, handeln. Nicht selten machten wir tolle Schnäppchen und der Stapel der Geschenke für Familie und Freunde wuchs und wuchs.

Dann hieß es Abschied nehmen: Einerseits freuten wir uns nach diesen elf Tagen natürlich wieder auf zu Hause, andererseits war vielen von uns klar, dass sie in jedem Fall noch einmal in dieses Land zurückkehren wollen. Nächstes Jahr in Jerusalem – lautet ein jüdischer Gruß zum Abschied. Nächstes Jahr in Krefeld – da wollen wir unseren Freunden von der Reali-School aus Haifa und den beiden Lehrerinnen Rachel Galili und Mali Zehngut mit einem tollen Programm noch einmal danken für die unvergesslichen Tage im Heiligen Land.

                                                             

                                                                                  Ein Bericht von Verena Hilden und Josef Breuers

Senden Sie eine E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu diesem Thema an: post@adenauer-gymnasium.de
Stand: 10. Februar 2012